Asse-Newsletter der BGE
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Wir holen's raus! Der Newsletter zur Asse
März 2026
Liebe Leser*innen,

bei der BGE arbeiten rund 2.500 Menschen. Die Berufe reichen vom Kauenwärter, der sich darum kümmert, dass die Bergleute mit Arbeits- und Schutzkleidung eingekleidet werden, bis zur Geophysikerin, die Messungen auswertet oder Erkundungsprogramme vorbereitet. In diesem Newsletter gewährt uns Andreas Hartmann einen Einblick in seine Arbeit als Projektleiter Lösungsfassung auf der Schachtanlage Asse II.

Viel Vergnügen beim Lesen
Ihre BGE-Online-Redaktion

Gesichter der Asse

Ein Mann mit kariertem Hemd, schwarzer Brille und blondem Oberlippenbart lächelt in die Kamera.

Andreas Hartmann
Projektleiter Lösungsfassung

Was reizt Sie am Projekt Asse?
Besondere Freude bereitet mir die Zusammenarbeit mit Expert*innen und Fachleuten aus vielen Fachbereichen: von Bergleuten, Geolog*innen, Verwaltungsfachleuten über Jurist*innen bis zu Physiker*innen. In meiner Zeit auf der Schachtanlage Asse II habe ich bereits an vielen verschiedenen Projekten und Aufgaben gearbeitet und jedes Mal ergab sich die Gelegenheit, etwas Neues zu lernen. Das umfasst sowohl technische Aspekte als auch Zwischenmenschliches wie die Kommunikation mit der interessierten Öffentlichkeit. Außerdem ist es immer ein guter Aufhänger für spannende Gespräche auf Partys, wenn man gefragt wird: „Was machst du denn beruflich?“ und ich kann antworten: „Ich arbeite in einem Bergwerk mit radioaktiven Abfällen!“
 
Was sind Ihre konkreten Aufgaben?
Ursprünglich war ich in der Abteilung Strahlenschutz tätig. Inzwischen bin ich Projektleiter Lösungsfassung. Bei meiner Arbeit geht es darum, die Lösungsfassung, also das Auffangen des Salzwassers, welches in das Bergwerk eintritt, in der Südflanke der Asse wieder zu stabilisieren. Das ist der sogenannte Hauptlösungszutritt. Im Jahr 2024 hat sich die Lösungsfassung von der 658-m-Sohle auf die 725-m-Sohle verlagert. Es werden aktuell mehrere Maßnahmen im Bergwerk umgesetzt, um wieder eine stabile Lösungsfassung herzustellen. Meine Aufgabe ist es, die verschiedenen Arbeiten zu koordinieren und sicherzustellen, dass alle Fachleute bei den Entscheidungen mit eingebunden werden.

Wie ist die aktuelle Situation der Lösungsfassung ins Bergwerk?
Es ist uns gelungen, durch das Stoßen von Bohrungen knapp unterhalb der ehemaligen Hauptfassungsstelle einen Großteil der ins Bergwerk eintretenden Lösung wieder auf der 658-m-Sohle zu fassen. Aktuell pumpen wir mit Schläuchen rund zehn bis elf Kubikmeter Lösung pro Tag aus den Bohrlöchern ab. Das entspricht beinahe der Menge, die vor 2024 noch an der Hauptfassungsstelle gefasst wurde. Weiterhin wird eine geringere Menge an Lösung auf der 725-m-Sohle gefasst. Allerdings ist diese Form der Lösungsfassung sehr instabil und bereits mehrfach in den Bohrungen kurzzeitig zum Erliegen gekommen. Deswegen arbeiten wir parallel an einer Verbesserung der Situation, indem wir einen Zugang zu den vermuteten Fließwegen des Salzwassers schaffen. Dadurch sollen die tieferen Grubenbereiche langfristig vor Durchfeuchtung geschützt werden.

Welche Berührungspunkte hatten Sie mit dem Thema, bevor Sie zur BGE gekommen sind?
Während meines Studiums in Hannover habe ich Vorlesungen am Institut für Radiologie und Strahlenschutz besucht. Dabei wurde auch das Thema „radioaktive Abfälle“ behandelt und über die Asse gesprochen. Bereits damals wurde mir klar: Neben den zahlreichen technischen Herausforderungen der Asse ist das auch ein hochpolitisches Thema – spannend!

Neuigkeiten

Dem Salzwasser auf der Spur

Die Bergleute der Asse haben das südliche Ende des Abbaus über der Folie der ehemaligen Hauptauffang-stelle erreicht und sind dort – wie geplant – auf Wasser gestoßen.

Entwicklung der Lösungsfassung: Fortschritt und Herausforderungen

Die BGE weiß inzwischen, wo sie das Salzwasser auffangen muss, das in die Asse fließt. Aber für eine Stabilisierung der Lage muss noch viel geschehen.

Vollständiges Bildmaterial aus Einlagerungskammer veröffentlicht

Die BGE hat die kompletten Videoaufnahmen aus der Einlagerungskammer mit den mittelradioaktiven Abfällen auf der 511-Meter-Ebene veröffentlicht.

Termine

Asse Aktuell

Aktueller Stand Konsequenzenanalysen und Schacht Asse 5
14. April 2026, 16:30 bis 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Dorfgemeinschaftshaus Remlingen,

Zum Asseblick 20, 38319 Remlingen
Mehr zur Veranstaltung
Informationen zu den hier genannten sowie zu weiteren Terminen finden Sie jeweils kurz vorher auf der Veranstaltungsseite unserer Website. Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Im Gespräch

NDR: Erste Videoaufnahmen
zeigen Fässer in Asse-Kammer 8a

Der NDR berichtet über die Videoaufnahmen der BGE, die erstmals den Zustand von Atommüll-Fässern in der Kammer 8a der Asse zeigen.

Dokumente

Neben Berichten und Meldungen über den Fortschritt bei der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II gehört es auch zur Transparenz, wichtige Dokumente zu veröffentlichen. Neu online sind unter anderem:
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