Endlagersuche-Newsletter der BGE
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Auf Endlagersuche mit der BGE
Mai 2026
Liebe Leser*innen,

bei der BGE arbeiten rund 2.500 Menschen. Die Berufe reichen vom Kauenwärter, der sich darum kümmert, dass die Bergleute mit Arbeits- und Schutzkleidung eingekleidet werden, bis zur Geophysikerin, die Messungen auswertet oder Erkundungsprogramme vorbereitet. In diesem Newsletter gewährt uns Dr. Axel Liebscher einen Einblick in das Thema „Forschung in der Endlagersuche“.

Viel Vergnügen beim Lesen
Ihre BGE-Online-Redaktion

Gesichter der Standortauswahl

Dr. Axel Liebscher

Leiter der Abteilung Forschung

Was sind Ihre konkreten Aufgaben?
Ich leite die Abteilung Forschung im Bereich Standortauswahl der BGE. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen plane und koordiniere ich Forschungsvorhaben innerhalb der Endlagersuche. Wir führen Forschungsvorhaben durch und unterstützen bei deren Umsetzung. Die Forschungsergebnisse führen wir als wissenschaftlich-technische Grundlagen zur Umsetzung der Endlagersuche sowie der kontinuierlichen Fortschreibung des Stands von Wissenschaft und Technik zusammen. Darüber hinaus vertreten wir die BGE auf nationaler und internationaler Ebene in Forschungsprogrammen, -kooperationen und -gremien und präsentieren unsere Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Tagungen sowie anderen Veranstaltungen.

 
Was sind das für Forschungsvorhaben? 
Aufgrund der Breite und Komplexität unserer Aufgaben sind auch unsere Forschungsvorhaben sehr unterschiedlich – sowohl mit Blick auf ihre Themen als auch die Art ihrer Umsetzung. Ziel des inzwischen abgeschlossenen Forschungsvorhabens Subrosion war es zum Beispiel, die Verbreitung, Entstehungstiefe und das Ausmaß von möglichen Lösungsprozessen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich und im Deckgebirge zu untersuchen. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind direkt in unsere Arbeiten in Phase I des Standortauswahlverfahrens eingeflossen. HotBENT hingegen ist ein Langzeitexperiment, das wir zusammen mit internationalen Partnern im Schweizer Felslabor Grimsel durchführen. In diesem Experiment geht es um den Einfluss höherer Temperaturen auf Bentonite, die als Verfüllmaterial im Endlager in Frage kommen.

Warum ist Forschung so wichtig für die Endlagersuche?
Wir müssen bei der Endlagersuche die höchsten Sicherheitsanforderungen berücksichtigen. Das Standortauswahlgesetz fordert, dass die Endlagersuche wissenschaftsbasiert abläuft. Zudem handelt es sich bei der Endlagersuche um ein mehrere Jahrzehnte dauerndes Vorhaben, bei dem sich Methoden und Wissen kontinuierlich weiterentwickeln, wir also ständig dazulernen. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, offene Fragen zu beantworten, noch vorhandene Ungewissheiten zu reduzieren und Verbesserungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen, ist Forschung unumgänglich. Darüber hinaus ist Forschung eine zentrale Grundlage für den Austausch und die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern und Partnerinnen.

Welche Berührungspunkte hatten Sie mit dem Thema, bevor Sie zur BGE gekommen sind?
Privat gab es erste Berührungspunkte bereits in den 1980er Jahren im Rahmen der damaligen Anti-AKW-Proteste. Beruflich begleitet mich das Thema auch schon mehr als zehn Jahre lang. Bevor ich 2021 zur BGE gekommen bin, war ich Leiter des Fachgebiets Forschung beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung und habe am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam den Bereich Geologische Speicherung verantwortet. 

Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: Die Arbeit im Projekt Endlagersuche bedeutet für mich ...
…wissenschaftlich spannende Fragestellungen in einem gesellschaftlich wichtigen Projekt bearbeiten zu dürfen.  

Tage der Standortauswahl 2026

 
Am 23. und 24. April hat sich in Leipzig alles um die Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle gedreht. Bei den 5. Tagen der Standortauswahl ging es um Erkundungsmethoden, Langzeitsicherheit, Behälterkonzepte sowie Digitalisierung und KI in der Endlagerforschung.  

Rückblick auf zwei Tage voller Wissenschaft in Leipzig

300 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und der interessierten Öffentlichkeit trafen sich zu den 5. Tagen der Standortauswahl in Leipzig.

Forschungsvorhaben liefern wichtige Erkenntnisse 

In einem Fach-Workshop der BGE drehte sich alles um das Thema Forschung und deren Nutzen für die Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle.

BGE auf Tour – Termine

Umweltfestival Berlin

Motto: Boden – Du stehst drauf
7. Juni 2026, 11 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort: Brandenburger Tor
Mehr zur Veranstaltung

IdeenExpo Hannover

Motto: Mach doch einfach!
20. bis 28. Juni 2026

Veranstaltungsort: Hannover
Mehr zur Veranstaltung

Weitere Veranstaltungen

Weitere Veranstaltungen finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite. Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Dokumente

Das Standortauswahlverfahren soll transparent sein. Dazu gehört, dass die BGE alle für das Verfahren relevanten Unterlagen veröffentlicht. Neu online sind unter anderem:
Vorträge
Alle Präsentationen der BGE bei den Tagen der Standortauswahl 2026 finden Sie aufdieser Seite.

Dokumente zu rvSU-Kriterien
rvSU-Kriterium – Tongestein – Prüfschritt 2 – Ungünstige Geometrie – Mindestbreite (PDF), 1 MB 
rvSU-Kriterium – Tongestein – Prüfschritt 2 – Tektonische Überprägung (PDF), 507 KB
rvSU-Kriterium – Steinsalz – Prüfschritt 2 – Ungünstige seismische Charakterisierbarkeit in der Übergangszone zwischen Land und Meer (PDF), 253 KB
rvSU-Kriterium – Steinsalz – Prüfschritt 1 – Einflüsse bergbaulicher Tätigkeiten – Erweiterungsbereiche um Bergwerke (PDF), 414 KB 


Fachdebatte
Kurzstellungnahme der BGE zum Gutachten des NBG-Sachverständigen zur Weiterentwicklung der Methodik für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (PDF, 165 KB)
Auszug aus nicht öffentlichen Fachaustauschen der BGE mit externen Institutionen (PDF, 113 KB)

Forschung
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